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Problem- und Lösungskarten

Ernährung Problem Lösung

Was wäre, wenn Dein Problem rund um Ernährung / Abnehmen in fünf Minuten von jemandem gelöst werden könnte? Was wäre, wenn es nicht gelöst werden könnte? Ein Gedankenexperiment.

Angenommen, Du befindest Dich auf einem Vortrag zum Thema Ernährung / Abnehmen. Der Vortragende verteilt nun Karten, auf deren Vorderseite ein Problem eingetragen werden kann, auf der hinteren Seite eine Lösung.

Du wirst gebeten, auf der Problem-Seite dieser Karte das Problem rund um Ernährung und Abnehmen aufzuschreiben, das Dich am allermeisten beschäftigt, vielleicht schon eine ganze Weile.

Anschließend wirst Du aufgefordert, Deine Karte mit dem beschriebenen Problem an die Sitznachbarin weiterzureichen. Diese hat nun fünf Minuten Zeit, sich an einer Lösung für Dein Problem zu versuchen, die sie Dir dann auf die Lösungsseite der Karte schreibt.

Es ist nicht wichtig, ob die Lösung gut ist. Stattdessen sind folgende drei Aspekte interessant:

Erstens: Wie hat es sich angefühlt, das Problem aufzuschreiben? Wurde das Problem, das Du vielleicht schon Jahre mit Dir herumträgst, durch das Schreiben eher größer, oder wurde es vielleicht sogar weniger furchteinflößend?

Zweitens: Wie fühlte es sich an, dass Deine Nachbarin unter Umständen eine tatsächliche Lösung für Dein Problem aufschreiben würde? Denn wenn sie das tut, dann müsstest Du Dich doch aktiv an die Umsetzung der Lösung machen, oder nicht? Du hättest Dein Problem nicht mehr, Dein Bluff wäre aufgedeckt, und Du müsstest Dich tatsächlich an die Arbeit machen und das Problem lösen. Du müsstest ein für alle Mal herausfinden, ob Du wirklich nicht abnehmen und Dein Wunschgewicht halten kannst.


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Und drittens: Wenn die Person neben Dir nicht in der Lage ist, Dein Problem in angebrachter Weise zu lösen (was sehr wahrscheinlich ist, schließlich hatte sie nur fünf Minuten Zeit), wärst Du bereit zuzugeben, dass Dein Problem unlösbar ist?

Denn ein unlösbares Problem ist fast so gut wie ein gelöstes. Ein unlösbares Problem bedeutet, dass Du Dir die Niederlage eingestehen kannst und das Leben weitergeht. Es bedeutet, dass Du diesen Vorwand aus Deinem Almanach an Vorwänden eliminieren kannst, denn Dein Ziel ist unrealistisch. Nein, ich werde niemals in der Lage sein, fliegen zu können, unsichtbar zu sein, oder eine Oper zu singen. Aber ich akzeptiere diese Grenzen, um die herum ich mein Leben bisher gelebt habe. Ein Leben ohne einem Sack voll ungelöster Probleme ist um einiges leichter, und Du kannst auf diese Weise viel mehr auf die Reihe bekommen.

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Die Anregung zu diesem Beirag kam von Seth Godins Bestseller „The Icarus Deception: How High Will You Fly?“ (Partnerlink zum Buch auf Amazon)