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Grüne Smoothies: vitalstoffreiche Ernährung oder Gesundheitsrisiko?

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Grüne Smoothies

Grüne Smoothies scheinen der gerade neue letzte Schrei zu sein in puncto Abnehmen und gesunder Ernährung bzw. Nahrungsergänzung. Die Rede ist da von „Geheimnis vitalstoffreicher Ernährung“, „DIE perfekte Mahlzeit“ oder „supergesunde Mini-Mahlzeiten“ etc. Aber sind Grüne Smoothies wirklich so ausschließlich positiv wie sie dargestellt werden? 

Lesezeit: ca. 4 min

Was sind Grüne Smoothies?

Grüne Smoothies werden häufig bei einer Diät begleitend zur Ernährung getrunken. Hierbei handelt es sich letztlich um Säfte, die aus einer Kombination von grünem Gemüse und Kräutern und ein wenig Obst bestehen, dies in pürierter Form. Man sagt ihnen nach, Sie sollen beim Abnehmen helfen, einen gesunden Schlaf unterstützen und den Körper mit vielen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Antioxidantien und Aminosäuren versorgen.

Vorsicht: Grüne Smoothies können Oxalsäure enthalten!

Damit diese Smoothies aber wirklich gesund sind, sollten Sie darauf achten, dass keine Lebensmittel verwendet werden, die Oxalsäure enthalten. Denn die in vielen grünen Gemüsen und Kräutern, wie zum Beispiel Rhabarber, Spinat, Mangold, Sauerklee und Sauerampfer enthaltene Oxalsäure kann gesundheitliche Beschwerden verursachen. Oxalsäure gehört der Carbonsäure an, die Salze werden als Oxalate bezeichnet. In Verbindung mit Calcium, das ebenfalls in vielen Nahrungsmitteln enthalten ist, entsteht hieraus das sogenannte Calciumoxalat, welches der drittgrößte Bestandteil von Nierensteinen ist.

Dieses Calciumoxalat ist schwer löslich und kann daher, wenn eine Anfälligkeit für die Bildung von Nierensteinen vorliegt, diese durchaus begünstigen. Sollte eine solche Anfälligkeit bekannt sein, sollten Sie auf Grüne Smoothies in der Ernährung besser verzichten und lieber auf eine wasserreiche, fett- und eiweißreiche Mischkost umsteigen, die das Risiko für Nierensteine mindert. Durch einen Gendefekt, den rund 20% der Menschen besitzen, wird im Körper bereits vermehrt Oxalsäure produziert. Nehmen Sie sodann noch Oxalsäure durch die Nahrung aus grünen Gemüsen auf, egal ob roh oder gekocht, so kann dies das Risiko an Nierensteinen zu erkranken erhöhen.

Grüne Smoothies können Darmkrankheiten begünstigen

Es gibt aber noch weitere Aspekte, warum Sie auf Grüne Smoothies besser verzichten sollten. Denn die darin enthaltende Oxalsäure kann Krankheiten im Magen- und Darmtrakt begünstigen, wie zum Beispiel die chronische Darmkrankheit Morbus Chron. Weiterhin kann die Säure die Aufnahme von Eisen und Calcium aus der Nahrung verhindern. Daher sollten Sie auf die gleichzeitige Aufnahme von Nahrungsmitteln verzichten, die Oxalsäure sowie Calcium und Eisen enthalten, denn der Körper könnte sodann an einer Unterversorgung von Calcium und Eisen leiden.

Gesunde Menschen, die weder an chronischen Magen- und Darmkrankheiten leiden und kein erhöhtes Risiko haben, an Nierensteinbildung zu leiden, könnten scheinbar ca. 700 mg Oxalsäure am Tag mit der Nahrung zu sich nehmen. Doch vor einer Umstellung der Ernährung, in die täglich Grüne Smoothies eingebaut werden sollen, sollten Sie sich vorher genaue Gedanken darüber machen, ob Ihnen dieses Risiko nicht zu hoch ist, Ihre Gesundheit eventuell zu gefährden. Wie immer in solchen Fällen: fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt und lassen Sie sich beim nächsten Check auch mal daraufhin prüfen.


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Wollen Sie nicht ganz auf diese Smoothies und das grüne Gemüse verzichten, könnte Milch Ihre Lösung sein: Milch soll laut Studien die Oxalsäure im Körper neutralisieren.


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