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Leserfrage beantwortet: „Welche Alternative zu Weizen gibt es, weil dieser dick und doof macht?“

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Wassermelonen machen weder schlank noch dick!

Neulich erhielt ich von einer Leserin folgende E-Mail: „Hallo David. Seit langem beschäftigt mich die Frage was Weizen zu so einem Dickmacher macht. Wenn es das Gluten ist: Welches Getreide kann man dann essen, wenn man die Ernährung dauerhaft umstellen will???“. Meine Antwort an diese Leserin will ich gerne hier mit allen anderen Leserinnen und Lesern teilen.

Technisch gesehen kann man die Frage wie folgt beantworten:

Beispiele für Alternativen ohne Gluten wären Quinoa, Mais oder Hafer. Je nachdem, wie streng man es mit glutenfrei nimmt (oder nehmen muss), sollte man unter Umständen sicherstellen, dass diese Produkte nicht in Fabriken hergestellt wurden, in deren Maschinen auch glutenhaltige Lebensmittel wie Weizen verarbeitet werden. Denn hier kann es dann zu einer Kreuzkontaminierung kommen, also dass auch ansonsten glutenfreie Lebensmittel mit Spuren von Gluten versehen werden. Für diejenigen, die nicht an Zöliakie leiden, wird das vermutlich kein Problem sein.

Neben der technischen Antwort auf die Frage gibt es noch eine Antwort, die die Frage von einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Kurz gesagt lautet diese Antwort: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Mit dem Weizen bzw. dem Getreide hat man jetzt halt einen gemeinsamen Feind gefunden, auf dem man gemeinsam herum trampeln kann. So ein Thema macht sich auch in den Medien immer ganz gut.

Versteh mich nicht falsch:

Auch ich bin prinzipiell dafür, dass wir weniger Kohlenhydrate zu uns essen, als das bei den meisten Menschen der Fall sein dürfte. Und auch ich versuche, meinen Konsum von Getreideprodukten im Vergleich zu früher einzuschränken. Das hat bei mir aber auch damit zu tun, dass ich neulich durch einen Lebensmittel-Reaktionstest erfahren habe, dass ich wohl etwas sensibel auf gewisse Lebensmittel reagiere, darunter Weizen bzw. Getreidesorten und eben auch das darin enthaltene Gluten (was meinen aufgeblähten Bauch sowie das Unwohlsein in der Magen-Darmgegend erklären dürfte, wenn ich mich an Getreideprodukten ‚gütlich tue‘).

Auch ich hatte mich vor ein paar Jahren mal zu einem strikten Getreidegegener entwickelt. Das fing damit an, als ich zum ersten Mal von der sogenannten Paleo-Ernährung erfuhr, also der Ernährungsweise der Alt-Steinzeit. Davon hast Du vermutlich schon gehört bzw. gelesen.

Im Laufe der Zeit bin ich da aber wieder etwas entspannter geworden, und sehe die Dinge nicht mehr so schwarz und weiß, sondern versuche auch das Farbspektrum dazwischen zu sehen – und es zu genießen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob Weizen doof macht. Es gibt zwar mittlerweile einige Bücher darüber, die ganz populär wurden, aber so richtig habe ich mich damit nicht auseinandergesetzt. Vielleicht liegt es einfach an den zu propagandistischen Buchtiteln wie „Weizenwampe“ oder „Dumm wie Brot“.

Es mag Situationen geben, in denen Weizen tatsächlich das Gehirn angreift, und somit „doof“ macht. Ob das die Regel ist, wage ich zu bezweifeln. Man mag zwar über die fortschreitende Verdummung unserer Gesellschaft weltweit einer Meinung sein, aber ich glaube nicht, dass das am Weizen liegt. Wenn, dann würde ich noch eher sagen, dass es an einer generell mangelhaften Ernährung liegt, bei der es an entsprechenden Nährstoffen fehlt, die dem Gehirn und damit auch den Denkfähigkeiten gut tun.

Dass Weizen dick machen kann, ist bekannt. Allerdings wäre es nicht klug zu sagen, dass Weizen automatisch dick macht. „Die Dosis macht das Gift“, heißt es.

Wenn ich zwischen weißem und dunklem Mehl bzw. Brot auswählen muss, werde ich mich in der Regel immer für das dunkle entscheiden, also die Vollkornvariante. Mir geht es bei dieser Unterscheidung vor allem um die enthaltenen Nährstoffe im Vollkorn. Es spricht meinem Erachten nichts dagegen, wenn jemand Getreideprodukte nicht aus seinem Speiseplan verbannen will, solange man es damit nicht übertreibt. Denn dann kann Getreide bzw. können daraus hergestellte Lebensmittel durchaus dick machen.

Wer abnehmen will, sollte meinem Erachten nach freilich versuchen, den Konsum von Getreide und Getreideprodukten so weit wie möglich einzuschränken, zumindest an den meisten Tagen der Woche. Das kommt aber keinem totalen Verzicht gleich. Das ist auch etwas, das in meinem online Kurs Kopf schlägt Bauch (https://kopf-schlaegt-bauch.de) eine Rolle spielt.

In Acht nehmen sollte man sich bei Getreideprodukten dann eher vor den Produkten, die wirklich nicht sehr viele Nährstoffe enthalten, also z.B. Brezen, weiße Semmeln und natürlich auch mit Zucker beladene Gebäckstücke wie Krapfen, usw. Auch diese werden einen nicht gleich dick oder gar krank machen. Aber es handelt sich hier nun mal um recht nährstoffarme und andererseits sehr kalorienreiche Produkte, die es auch noch schaffen, uns davon regelrecht abhängig zu machen.

Zusammengefasst würde ich sagen:

Wer keine spezifischen Probleme mit Weizen bzw. Getreide hat, der braucht sich meinem Erachten nach keine allzu großen Sorgen machen. Sorgen machen müssen uns mehr unsere allgemeine Essensgewohnheiten, unser Lebensstil und nicht zuletzt auch unsere Jammern auf sehr hohem Niveau… 🙂

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Ich hoffe, ich konnte allen Leserinnen und Lesern mit einer ähnlichen Frage damit ein wenig weiterhelfen.