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Vegan abnehmen: Warum funktioniert das?

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Viele Diäten funktionieren. Jedenfalls, solange man sie macht. Das ist auch beim „veganen Fasten“ oder dem „vegan Abnehmen“ nicht viel anders. Autorinnen wie Elisabeth Fischer und Sylvie Hinderberger machten sich den aktuellen Vegan-Boom zunutze. Beide stiegen als Buchautorinnen ins vegane Diätgeschäft ein. Mit den von ihnen propagierten veganen Diäten können zahlreiche Ungleichgewichte im Körper auskuriert werden. Sodbrennen oder andere Zivilisationserscheinungen, die als Folge ungesunden Essens auftauchen, verschwinden nach kurzer Zeit. Die Pfunde brauchen allerdings etwas länger.

Vegan kochen und schlank werden?

Wer jegliche Kalorien-Zählerei leid ist und sich endlich einmal bei einer Diät sattessen möchte, sollte mit frischem Gemüse kochen können. Wie das geht, haben viele Fast Food-Fans fast schon vergessen.

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Das Grundprinzip der veganen Küche besteht darin, alle tierischen Produkte zu meiden. Das betrifft neben Fleisch beispielsweise auch Honig oder Eier. Sämtliche Produkte, in denen tierische Stoffe verarbeitet werden, sind für ganz konsequente Veganer ebenfalls tabu – vom Federbett über die Lederschuhe bis hin zur Gelatine. Beim „Vegan Fasten“ von Elisabeth Fischer hungert man nicht. Man darf sich richtig satt essen. Die Rezepte sind lecker und relativ leicht nachzukochen. Erfahrene Köche können ein etwas umständliches Prozedere leicht vereinfachen.

vegan fasten elisabeth fischerWas in den veganen Fasten-Rezepten grundsätzlich nicht vorkommt, sind Kohlehydratbomben, die unseren Alltag üblicherweise begleiten: Zucker, Pizza, Pasta, Reis, Brot. Das sind genau die Dinge, bei denen wir hier also „fasten“. Im Übrigen geht es um das Basenfasten, denn unser Säure-Basen-Gleichgewicht ist bei der modernen Kost notorisch aus der Balance. Statt unsere Ernährungsweise zu ändern, kaufen wir lieber den neuen Säureblocker, der uns aus der TV-Werbung bekannt ist. Bei Elisabeth Fischer sind nur Kohlenhydrate aus Kartoffeln und jede Menge ballaststoffhaltige Gemüse in fantasievollen Zubereitungen erlaubt. Die süßen Leckereien basieren auf Obst. Wer jetzt glaubt, Fischers Küche sei langweilig, irrt. Man wundert sich, dass man keinerlei Heißhunger nach den üblichen Naschereien verspürt. Geht doch – jedenfalls solange, bis der innere Schweinehund nach Kohlenhydraten schreit und wir ihm zuhören.

Verführer lauern überall.

Vegane Fertigprodukte sind tabu

Sylvie Hinderberger bläst als vegane Diätköchin ins selbe Horn. Ihre “Blitzrezepte” im Buch “Vegan abnehmen” sind allerdings völlig anders gelagert. Das bietet eine gute Ergänzung zu Elisabeth Fischer, zum Beispiel für jene, die länger durchhalten möchten. Während Fischer den Schwerpunkt auf die Rezepte legt, nimmt sich Hinderberger ein halbes Buch Zeit, um Grundlegendes zur veganen Küche, also zu den Themen Kohlenhydrate, Vitalstoffe und Fette zu erklären. Ihr Fazit: Nur vegane Gerichte zu essen macht nicht gleich schlank. Auch hier muss man die Fettverbrennung ankurbeln und sich mehr bewegen.

vegan abnehmen sylvie hinderbergerDie Kalorienzahl reduziert sich von alleine durch die vorgeschlagenen Rezepte. Vor allem aber müsst Ihr die zahllosen veganen Fertigprodukte meiden, die die Regale in Bio-Supermärkten und veganen Onlineshops bevölkern. Der vegane Schokoladen-Aufstrich, den veganen Keksriegel, die vegane „Salami“ und die veganen Fertiggerichte müsst Ihr bei dieser Diät liegenlassen. Vegane Fertigprodukte sind ein absolutes No-Go. Alles Vegane, was industriell produziert wird, ist ebenfalls voll von Zucker, Hefeextrakt, Fett, Bindemitteln und leeren Kalorien. Euch bleibt nichts anderes übrig, als mit frischen Zutaten selbst zu kochen. Das aber kann zum Aha-Erlebnis werden. Es kann Euch beispielsweise deutlich machen, wie weit Ihr schon vom richtigen Kochen entfernt seid.

Mit ungesundem Fast Food und süßen Vegan-Snacks wird man kaum abnehmen.

Vegan abnehmen. Und dann?

Wir begnügen uns immer öfter mit sogenannten Convenience-Produkten, Fast Food, Imbissessen oder einem süßen Snack. Darüber vergisst man schon mal, wie superlecker etwas frisch Gekochtes schmecken kann. Diese Erkenntnis könnte einiges an unserem Essverhalten ändern. Wenn man nebenbei auch noch Gewicht reduziert, wunderbar.

Fast jede Diät hat den Fehler, zu viele Dinge auszuschließen und uns eine unnatürliche Lebensweise aufzuzwingen. Wir schielen in der Diätphase neidisch auf fremde Teller. Der Blick klebt sehnsüchtig an der Schokoladenauswahl im Supermarkt. Wir sind wie Junkies, die sich vom Zucker, von den industriell verarbeiteten Kohlenhydrat-Bomben und dem Weißmehlkonsum entziehen müssen. Die meisten Diäten scheitern ebenso wie das „Dinner-Cancelling“ daran, dass der Reiz dieser Verführer unvermindert groß bleibt.

Mit der veganen „Fastenkur“ entfernt mancher sich von den gewohnten kulinarischen Sünden, ohne Hungergefühle zu haben. Je mehr sich der Blutzuckerspiegel normalisiert, desto besser geht es einem in der Regel. Für manchen, der seine Figurprobleme satt hatte, wurden die genannten Bücher zu einer Entdeckungsreise zurück in die Kochkunst. Die Frage ist nur, ob auch der innere Schweinehund mittlerweile an Gewicht verloren hat.

Habt Ihr selber Erfahrung mit  dem Thema „Veganes Fasten“? Falls ja, teilt doch gerne Eure Meinung dazu, und zwar unterhalb des Artikels im Kommentarfeld.

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Foto von Images George Rex

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  • Elfriede Röbbing 20. September 2014, 13:06

    Ich werde mir die Bücher besorgen ,habe leider auch wie viele Andere Figurprobleme ,habe bestimmt auch nicht immer frisch gekocht , solange die 6 Kinder im Haus waren ,ja ,aber danach haben sich die Kilos eingeschlichen ,bin 73 habe ich noch eine Cance mit den guten Ratschlägen aus den Büchern und den Rezepten abzunehmen .nAnsonsten alles gut geschrieben ,werde mir die Bücher besorgen n Danke

    • Kohlenhydrate Tabelle 20. September 2014, 15:13

      Hallo Elfriede,

      Herzlichen Dank für Ihren Kommentar! Man sieht an Ihnen: Es ist nie zu spät um sich Gedanken zum Thema Ernährung zu machen! Es ist ja nicht nur so, dass Ernährung einem ein längeres (oder ebenauch kürzeres) Leben verschaffen kann, sondern Ernährung kann so ziemlich sofort dazu beitragen, dass man sich wohler (oder eben schlechter) in seiner Haut fühlt. Ob nun vegetarische, vegan, wenig Kohlenhydrate & viel Fett,… das muss jeder für sich selber herausfinden. Wichtig ist, dass man die generellen und an vielen Stellen auffindbaren Ratschläge folgt: viel natürliche Produkte statt industriell verarbeitet, so wenig Chemie wie möglich, qualitativ hochwertige Lebensmittel statt Billigprodukte. Wir müssen wieder zu uns kommen und verstehen, dass wir in puncto Ernährung die letzte Jahrzehnte auf dem Holzweg sind. Ernährung darf kein notwendiges Übel sein, das nur den Geldbeutel belastet. Sie ist vielmehr der Grundstock unseres (Un-) Wohlseins.

      Schöne Grüße!
      David