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Sind das die gesündesten Nüsse auf Erden?

Gesündeste Nüsse | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Nüsse hatten lange Zeit wegen der enthaltenen Fette einen nicht ganz so guten Ruf, also zu den Zeiten, als Fett generell als schlecht dargestellt wurde. Das ändert sich in den letzten Jahren, unter anderem auch in Verbindung mit Ernährungskonzepten wie Low Carb oder Paläo/Paleo. Hier eine kleine Auswahl an Nüssen und was ihnen manche Studie nachsagt.

Vorab: Bitte bedenke, dass es sich hier nicht um einen gesundheitlichen oder gar ärztlichen Ratschlag meinerseits handelt, sondern das Wiedergeben von Studien.

um abzunehmen: Mandeln

Mandeln | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Mandeln sollten vielleicht ganz oben stehen auf der (Ge-) Nussliste eines jeden Menschen.

Gemäß einer Studie im Journal of the American Heart Association verloren Menschen, die eine Portion Mandeln pro Tag konsumierten, mehr Bauchfett und sahen eine größere Abnahme des (schlechten) LDL-Cholesterins als die, die täglich einen Muffin verzehrten, der die gleiche Zahl von Kalorien hatte.

Mandeln mögen zwar klein sein, aber sie sind mächtig: Eine Portion Mandeln enthält Hunger bekämpfende Proteine und Bauch füllende Ballaststoffe, sowie gesunde ungesättigte Fette, die das Verlangen nach Essen zügeln.

um die Gesundheit zu verbessern: Makadamianüsse

Makadamia Nüsse | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Forscher fanden, dass eine kleine Handvoll Makadamianüsse pro Tag über fünf Wochen das Gesamtcholesterin um mehr als 9,4 Prozent und (schlechtes) LDL-Cholesterin um fast 9 Prozent verringerte, wie das Journal of Nutrition berichtete.

Der Rückgang des Cholesterinspiegels war mehr, als Experten basierend auf der Menge der hochwertigen Fette allein erwartet hatten. Insofern gibt es in Makadamianüssen wohl noch etwas anderes, das unser Herz schützt. Mehr Forschung ist nötig, um herauszufinden, was das sein könnte.

um das Risiko neurologischer Krankheiten zu verringern: Pekannüsse

Pekannüsse | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Füttere Dein Nervensystem: Eine Portion Pekannüsse pro Tag kann vielleicht neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und ALS in Schach halten.

In einer Studie an Mäusen, die extra dafür gezüchtet wurden, an einer Verschlechterung der motorischen Neuronenfunktion zu leiden, erfuhren diejenigen, deren Ernährung mit Pekannüssen ergänzt wurde, einen schützenden Effekt im Vergleich zu Tieren, die nussfreie Nahrung zu sich nahmen.

Pekannüsse sind die am meisten antioxidativ wirkende Baumnuss und eine reichhaltige Quelle an Vitamin E, das nachweislich einen neurologischen Schutz bietet.

um das Diabetesrisiko zu reduzieren: Pistazien

Pistazien | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Iss Pistazien, um deinen Blutzucker zu verbessern.

Menschen mit Prädiabetes, die eine tägliche Portion von Pistazien aßen, sahen eine signifikante Reduzierung des Blutzuckerspiegels und Verbesserungen dabei, wie ihr Körper Insulin und Glukose verarbeitete. Dies geht aus einer Studie in Diabetes Care hervor.

Pistazienesser zeigten auch eine Abnahme bei Entzündungen, sowie einen Schub im Glucagon-ähnlichen Peptid 1, ein Hormon, das hilft, Glukoselevel zu steuern. Das wiederum könnte geholfen haben, den Blutzucker zu stabilisieren.

um das Gedächtnis zu verbessern: Walnüsse

Walnüsse | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Es ist wohl kein Zufall, dass Walnüsse wie kleine Gehirne aussehen:

Das Essen von Walnüssen kann laut einer neuen UCLA-Studie vermutlich Dein Gedächtnis, sowie Deine Konzentrationsfähigkeit und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung verbessern. Forscher fanden heraus, dass Menschen mit dem im Vergleich höchsten Konsum von Walnüssen erheblich besser bei einer Reihe von sechs schwierigen Tests abschnitten, als jene, die am wenigsten davon aßen.

Der Clue: Schon eine Handvoll Walnüsse pro Tag reichte aus, um einen Unterschied zu machen. Walnüsse sind reich an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Und etwa 30 Gramm liefern mehr als 100 Prozent des empfohlenen Tageswertes an Alpha- Linolensäure (englisches Akronym: ALA), einer pflanzlichen Omega-3-Fettsäure, die wohl Deine grauen Zellen schützen kann.

Um das Krebsrisiko zu reduzieren: Paranüsse

Paranüsse | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Eine einzige Portion Paranüsse kann ausreichen, um Deinen Selen-Status zu verbessern. Ein gesunde Niveau dieses Minerals wird mit einem verringerten Risiko für Krebs, Herzgefäß- Krankheiten, Unfruchtbarkeit und anderer Problemen in Verbindung gebracht.

In einer Studie wurde bei Menschen, die 12 Wochen lang lediglich zwei Paranüsse pro Tag aßen, ein 60-prozentiger Anstieg des Selengehaltes im Blut festgestellt. Nach Ansicht der Forscher ist die kleine Portion der Paranüsse so wirkungsvoll wie Nahrungsmittelergänzungen, wenn es darum geht, das Selenlevel zu verbessern, und Dein Körper kann das Selen vermutlich sogar besser aus Paranüssen absorbieren als von Pillen .

Fazit

Das sind auf jeden Fall sehr interessante Studienergebnisse. Wie immer sollten wir freilich nicht alles nur schwarz und weiß sehen.

Denn es dürfte schwierig sein, die spezifische Auswirkung eines Wirkstoffs im Körper zu bestimmen. Schließlich wirkt im Körper ja nicht nur diese eine Wirkstoff. Es könnte genau genommen das Zusammenspiel verschiedener Wirkstoffe sein, oder etwas, das komplett nichts mit der Nuss zu tun hat und einfach nicht beachtet wurde.

Außerdem gibt es für jede Studie, die etwas Positives über ein Lebensmittel sagt, gibt es mindestens eine, die das Gegenteil behauptet.

Das Einzige, das gewiss zu sein scheint, ist, dass nichts gewiss ist…

Wer dann meint, nun Nussfressorgien abhalten zu müssen, wird sich vermutlich auch nicht unbedingt etwas Gutes tun. Alles in Maßen.

Ich lasse mir meine tägliche Nussration auf jeden Fall schmecken – unabhängig davon, ob die Studien dazu nun gut oder schlecht ausfallen (zumindest solange es keine unumstößlichen Fakten für einen stark negativen Einfluss einer bestimmten Nusssorte gibt). Dann esse ich jetzt mal meinen kleinen Nussmix 🙂


Quellen:

(1) http://jaha.ahajournals.org/content/4/1/e000993
(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12672919
(3) https://www.naturalnews.com/029152_pecans_neurology.html#ixzz40JQY5IIE
(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4310069/
(5) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25732213
(6) http://ajcn.nutrition.org/content/87/2/379.full
(7) http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0023643809001522


Bildrechte (alle Bilder über pixabay und unter Verwendung der CC0 Creative Commons Lizenz)

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