[LCC]: weinendes Fett (E-Mail 4 von 6)

Low Carb: einfach lecker, einfach wirksam und einfach einfach.

Diese Low Carb-Rezepte hier begeistern.


(Zur Übersicht dieses Low Carb Crashkurses)

Hallo, David hier...

Heute erhältst Du die 4. E-Mail im Low Carb-Crashkurs. Hier wartet der ‚Aha-Moment’ Nummer 7 auf Dich.

Thema: Musst Du viel Sport machen, wenn Du mit Low Carb abnehmen willst. Oder geht es (für Sportmuffel) auch ohne Sport? 

Ja, ich weiß… Schweiß ist Fett das weint.

Und vorab: ich ‚oute‘ mich als jemand, der Sport zu schätzen weiß. Aber bestimmt nicht, wenn mich jemand oder die Umstände dazu zwingen. Ich will das genießen und dann machen, wenn ich wirklich Lust darauf habe.

Die gute Nachricht für die Sportmuffel schon mal vorweg:

Nein, Du musst nicht Sport machen! (die Betonung liegt auf dem Wort musst)

Selbst wenn Du viel Sport machst, kann es sein, dass Du nicht abnimmst. Wenn Du nämlich bei der Ernährung viele oder zumindest ganz zentrale Aspekte weiterhin falsch machst, dann bringt Dir der Sport im Endeffekt nichts - zumindest nicht, wenn es Dir ums Abnehmen geht.

Was habe ich mich zu Beginn nicht abgeplagt mit Sport…! Wie eingangs geschrieben: ich mag Sport. Aber wenn man Übergewicht hat (in meinem Fall waren das knapp 15 kg), dann hat man zum einen eh Probleme sich aufzuraffen, und zum anderen ist es frustrierend, wenn man dann trotz Sport nicht abnimmt.

Es ist zwar sehr wahrscheinlich, dass Du Dich durch den Sport besser fühlst (Stichwort: Ausschüttung des ‚Glückshormons’ Endorphin), aber abnehmen ist damit leider nicht automatisch garantiert.

Wenn es Dir rein ums Abnehmen geht, ist die Ernährung viel wichtiger. Und hier ist die von mir empfohlene Version von Low Carb (also u. a. mit hochwertigen Fetten und Eiweiß) durchaus eine sehr erfolgreiche und beliebte Methode.

Du kannst davon ausgehen, dass die Ernährung 70-80% des Abnehmerfolges ausmacht. Das heißt, dass Du also unbedingt einen Hauptfokus auf die Ernährung legen solltest.

Das sollte Dein ‚Aha-Moment Nr. 7’ sein.

Wenn Du ein Sportmuffel bist, dann sind das sicherlich gute Neuigkeiten für Dich. Natürlich kannst Du jederzeit Sport machen, wenn Du zwar übergewichtig bist, aber Sport liebst. Wobei diese Aussage mit Vorsicht zu genießen ist, denn z.B. Laufen mit Übergewicht kann durchaus negative Auswirkungen auf die Gelenke oder den Rücken haben, je nachdem wie viel Übergewicht Du hast und wie gut oder schlecht Deine Lauftechnik ist. Zu bevorzugen sind hier wohl eher Übungen mit Gewichten, um Muskeln aufzubauen. Wissenschaftlich spricht sicher einiges dafür.

Bedenke: mehr Muskeln = ein höherer Grundumsatz, also mehr Kalorien die Dein Körper verbrennt, ohne dass Du dafür irgendetwas tun musst (das sogenannte „Kalorien im Schlaf verbrennen”). Natürlich ist es wichtig, dass Du das unter fachkundiger Anleitung machst, um Dich nicht zu verletzen.

Hier ein wichtiger Hinweis für die Frauen:

Keine Sorge, wegen der ‚Muskelmasse’. Es geht nicht um Muskelberge! Es geht einfach um ein mehr an Muskeln. Und Frauen bauen Muskeln von der Veranlagung her ohnehin in einer anderen Weise auf, als Männer.

Generell gilt im Normfall:

Die richtige Ernährung
+ ein für Dich geeignetes Maß an Bewegung / Fitness
= eine tolle Basis für nachhaltigen Erfolg

Bedenke auch, dass jeder Mensch im Laufe der Zeit automatisch an Muskelmasse verliert. Je älter Du bist, umso wichtiger wird es also auch, dass Du schon aus gesundheitlichen Gründen diesem automatischen Verlust wenigstens zu einem gewissen Grad durch entsprechende Aktivitäten entgegenwirkst.

Denn alleine durch dieses Weniger an Grundumsatz kann, bei gleichbleibender Ernährung (sprich: bei gleichbleibender Kalorienaufnahme) Dein Gewicht nach oben gehen. Wenn Du also über 40 oder 50 bist und Dich fragst, warum Du mit steigenden Alter ‚unerklärlicherweise’ schleichend zunimmst, dann liegt hier nicht unwahrscheinlich ein Teil Deiner Antwort. Spricht gesundheitlich nichts gegen Fitness, so lautet meine klare Empfehlung also: Ernährung + Fitness.

Stelle aber sicher, dass Du durch die richtige Ernährung Deine verbrannten Kalorien nicht umgehend wieder zu Dir nimmst, damit das Ganze kein Nullsummen-Spiel bleibt.

Es gibt für mich wenig, das beim Abnehmen mehr frustriert, als sich aus seinem hektischen Alltag mehrere Stunden Zeit für den Sport freizumachen, und dann nicht abzunehmen, weil man sich unbewusst von den falschen Nahrungsmitteln ernährt. Das steht für mich in einer Reihe mit dem Jojo-Effekt.

[Kleiner Exkurs, falls Du doch an Sport interessiert bist:

Immer mehr Beachtung findet in diesem Zusammenhang High Intensity Interval Training, oder kurz: HIIT.

Statt lange Trainingseinheiten bei moderater Belastung zu absolvieren, beschränkst Du Dich hier auf kurze und intensive bis sehr intensive Einheiten. Dass dies nicht nur für bereits fitte Menschen, sondern auch und gerade für nicht fitte Menschen bzw. Sportanfänger ist, wird durch Untersuchungen belegt. Es ist aber nichts für die ‚Zartbesaiteten‘, die es eher gemütlich haben wollen. Am Ende des Tages ist es aber auch eine Gewohnheitssache. Wenn Du des Englischen mächtig bist und Dich das Thema interessiert, dann empfehle ich Dir das Buch The One Minute Exercise, das Du hier auf Amazon findest.

Zum oben genannten Training mit Gewichten: Auch Training mit der Kettlebell (Kugelhantel) ist hier sicher eine Überlegung wert.

Wenn Du aus praktischen Gründen lieber zu Hause in den eigenen vier Wänden sporteln magst, dann kannst Du auf renommierte Online Fitnessplattformen für alle Altersklassen und Fitnesslevel zurückgreifen. Auch Pilates mag für Einige eine Option sein.

Ende des Exkurses]

Ich rate Dir aber, dass Du selbst als Sportmuffel den Begriff Sport durch den Begriff Bewegung ersetzt.

Während Du nämlich Sport nicht zwingend zum Abnehmen brauchst, so solltest Du alles Mögliche tun, um mehr Bewegung in Deinen Alltag zu bringen. Dies gilt vor allem dann, wenn Du einen Beruf hast, wo Du praktisch den ganzen Tag nur sitzt.

Es ist wirklich nicht so schwer! Steige also eine Haltestelle eher aus dem Bus aus, nimm das Rad zur Arbeit, nimm die Treppe, stehe regelmäßig von Deinem Bürotisch auf und dehne Dich ein wenig etc. Das meine ich damit. Hier gilt wirklich die Devise: Jedes bisschen hilft.

Der Versuch, Sport zu treiben, kann im schlechtesten Fall auch dazu führen, dass Du Deinen Fokus verlierst.

Konzentriere Dich daher lieber erst einmal auf die Ernährung, also dass Du die dick machenden Nahrungsmittel an den meisten Tagen in der Woche gegen die Lebensmittel ersetzt, die Dir beim Abnehmen und Schlankbleiben helfen.

Wie schon in einer vergangenen Crashkurs E-Mail geschrieben:

Auch Nahrungsmittel mit hohem Kohlenhydratanteil sind zu vermeiden, wenn sie von der Sorte sind, die Deinen Blutzucker rasch nach oben schnellen und schnell wieder in den Keller gehen lassen. Die Folge bei diesen sogenannten schnellen Kohlenhydraten ist wie gesagt, dass Du schneller wieder Hunger hast, Heißhunger auf Süßes bekommst und letztlich mehr Fetteinlagerung riskierst.

Bevorzuge also die Lebensmittel, die Deinen Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen. 

Das war’s für heute.

Du näherst Dich der Zielgeraden dieses Crashkurses! Wenn Du noch dabei bist, dann klopf Dir auf die Schultern, denn Du gehörst zu einer von E-Mail zu E-Mail kleiner werdenden Zahl an Menschen, die es ernst meinen. Daher: dranbleiben, weiterlesen ;-)

In der 5. E-Mail dieses Crashkurses geht es um die Behauptung, dass Du zum Abnehmen unbedingt Nahrungsmittelergänzung (Neudeutsch: Supplemente) zu Dir nehmen sollst. Dort wartet auch der ‚Aha-Moment’ Nummer 8 auf Dich.

Auf Deinen Abnehmerfolg!

David „ich mach Sport nur dann, wenn ich wirklich will“ Altmann

P.S.: Kennst Du die EPIC-Studie? Es ist eine über Jahre hinweg gelaufene europäische Studie, bei der bis zum Jahr 2000 etwa 520.000 Männer und Frauen aus 23 Studienzentren in 10 Ländern Europas aufgenommen und verschiedene Daten analysiert bzw. ausgewertet wurden. So hat man u.a. auch Größe, Gewicht und Taillenumfang gemessen, sowie auch die sportlichen Aktivitäten dokumentiert. Ebenso registrierte man die Todesfälle. Man fand dort heraus: Während Übergewicht für etwas unter 340.000 Todesfällen verantwortlich ist, ist Trägheit für etwas über 675.000 Todesfälle verantwortlich. Mehr Info dazu findest Du unter dem folgenden Link des Deutschen Krebsforschungszentrums, falls Dich das Thema interessieren sollte: https://www.dkfz.de/de/epidemiologie-krebserkrankungen/arbeitsgr/ernaerepi/EPIC_p02_EPIC_Europa.html und falls Du des Englischen gut mächtig bist, dann findest Du Homepage der Gesamtstudie hier: http://epic.iarc.fr/

Klicken, um zur 5. E-Mail zu gelangen.