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Kerne von Wassermelone, Papaya & Co. mitessen?

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Kerne von Obst essen | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Vielen Verbrauchern stellt sich beim Verzehr von verschiedenen Obstsorten folgende Frage: „Darf ich die Kerne mitessen?“. Das Team von vitalundfitmit100 hat sich in diesem Gastbeitrag der Frage angenommen und recherchiert. Ob der Verzehr gefährlich oder sogar gesund ist, erfährst Du in diesem Beitrag…

Obstkerne: Unbeliebt aber gesund?

Bei den Verbrauchern genießen Obstkerne einen nicht allzu guten Ruf. Schon im
Kindesalter stellen wir oft fest, dass die Kerne von Weintrauben oder
Wassermelonen
einen eigenwilligen, oft bitteren Geschmack haben.
Entsprechend beliebt sind im Supermarkt spezielle Züchtungen, die nur wenige oder gar keine Kerne enthalten. Das gilt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, der Mensch ist nun einmal bequem…

Doch während die Hersteller intensiv daran arbeiten, kernlose Früchte zu züchten, wird oft vergessen, dass die Kerne meist viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten, die dem Körper zugute kommen. Daher lautet die Devise für viele Früchte: Kerne mitessen!

Ist das Mitessen der Kerne gefährlich?

Neben dem geschmacklichen Argument wird an vielen Stellen behauptet, das Mitessen der Kerne sei gefährlich und schädlich für unsere Gesundheit. Doch das ist in der Regel nur die halbe Wahrheit.

Es stimmt zwar: Die Kerne einiger Obstsorten (z.B. auch Äpfel und Kirschen) enthalten den Stoff Amygdalin, der in unserem Körper zu Blausäure umgewandelt werden kann. Blausäure (Cyanwasserstoff) ist eine giftige Flüssigkeit, die zu Vergiftungen führen kann.

Damit eine giftige Wirkung eintritt, müssten aber 1-2 mg Blausäure pro kg Körpergewicht aufgenommen werden. Für einen durchschnittlichen Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 70 kg bedeutet das eine Gesamtmenge von ca. 70-140 mg Blausäure.

Um solch eine gefährliche Dosis zu erreichen, müsstest Du Unmengen an Kernen zu Dir nehmen. Zum Beispiel 1 kg Apfelkerne, und zwar auf einen Schlag. Du siehst also:
Das Mitessen von 3-4 Apfelkernen ist also keinesfalls schädlich.

Wassermelone: Kerne mitessen!

Im Sommer gehört die Wassermelone einfach dazu. Erfrischend und
gleichzeitig nicht zu süß schmeckt sie an heißen Tagen einfach wunderbar! Leider werden ihre Kerne beim Verzehr jedoch oft ausgespuckt oder an den Tellerrand gelegt.

Dabei enthalten die Kerne wertvolle Inhaltsstoffe wie zum Beispiel die Vitamine A, B und C.

Darüber hinaus finden sich in den schwarzen Kernen auch wichtige Mineralstoffe:

  • Calcium
  • Eisen
  • Magnesium

Nicht ohne Grund wird das aus den Samen gewonnene Wassermelonenkernöl auch als Zusatz in Pflege- und Kosmetikprodukten verarbeitet.

Papaya Kerne enthalten wertvolles Papain

Auch die Kerne der Papaya solltest Du unbedingt mitessen. Sie enthalten das Enzym „Papain„, das der Frucht ursprünglich dazu dient, Parasiten und sonstige Schädlinge abzuwehren.

Dem Enzym, das sowohl in den Kernen als auch in der grünen Schale der Papaya
vorkommt, werden außerdem antimikrobielle, antientzündliche (antiinflammatorische) und antioxidative Eigenschaften nachgesagt. Dadurch soll es zum Beispiel auch die aufkommende Entzündung nach Insektenstichen lindern können.

Der Geschmack der Kerne wird als aromatisch und leicht pfeffrig
beschrieben. Da sie eine abführende Wirkung entfalten können, solltest Du beim ersten Mal nicht zu viele Kerne zu Dir nehmen.

Weintraubenkerne: Antioxidantien & Co.

Ähnlich sieht es mit den Kernen von Weintrauben aus. Insbesondere die Kerne der blauen Trauben enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe und

Antioxidantien.

Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, rät, die Kerne nicht bloß herunterzuschlucken, sondern aktiv zu zerbeißen. Das lohnt sich! Auch wenn dies aus geschmacklicher Sicht für viele Menschen gewöhnungsbedürftig sein wird.

Kürbiskerne: Geröstet ein Leckerbissen

Kaum ein Lebensmittel kann so vielseitig eingesetzt werden wie der Kürbis (Kürbissuppe, Kürbis-Lasagne, Kürbis-Flammkuchen etc.). Dabei steht in der Regel jedoch das orange Fruchtfleisch im Vordergrund. Die Kerne werden oft vergessen…

Dabei handelt es sich bei gerösteten Kürbiskernen um eine echte
Delikatesse! Im Supermarkt finden sich viele verschiedene Kürbiskern-Produkte.

Allerdings kannst Du die Kerne auch selbst rösten (im Internet findest Du entsprechende Anleitungen).

Darüber hinaus wird aus den Samen auch Kürbiskernöl hergestellt, das diverse antioxidative Eigenschaften besitzt und den Körper somit vor freien Radikalen schützen kann.

Fazit

Die Kerne von Obst- und Gemüsesorten werden in der Regel zu Unrecht verteufelt. Denn sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die dem Körper dabei helfen, gesund zu bleiben. Auch die Verbraucherzentrale Bayern rät, die Kerne zu zerbeißen, um die Nährstoffe freizusetzen. Eine Vergiftung durch den Verzehr von Kernen ist ausgeschlossen, da die aufgenommene Menge des Stoffes Amygdalin viel zu gering ist.

Dieser Gastbeitrag wurde geschrieben vom Team von vitalundfitmit100. Bei vitalundfitmit100 findest Du Naturprodukte von A-Z, sowie interessante Beiträge rund um Ernährung. Zur Webseite geht es hier >>>

Titelbild von Couleur auf Pixabay.com/de