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Keine Kohlenhydrate – und trotzdem nicht abnehmen?!

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Russische Frauen sind dafür bekannt, dass sie praktisch nie größere Mengen Wodka trinken. Damit verstoßen sie zwar gegen eine hochgehaltene landestypische Tradition, aber sie tun dies aus gutem Grund. Das Zunehmen überlassen die klugen Russinnen lieber den Männern. Wodka gilt auch deswegen als Männergetränk. Russinnen bevorzugen den Wodka als Mixgetränk oder trinken ihn nur aus medizinischen Gründen in kleinen Mengen.

Keine Kohlenhydrate, aber….

Das Paradoxe ist, dass russischer Wodka keine Kohlenhydrate enthält. Dasselbe gilt für viele andere reine, nicht aromatisierte Alkoholika wie Tequila, Korn, Gin oder weißer Rum. Trotzdem haben diese alkoholischen Getränke Kalorien. Auf hundert Milliliter dieser Getränke kommen im Schnitt 245 Kilokalorien. In größerer Menge zugeführt, kann man davon richtig ordentlich zunehmen. Das mussten bereits zahlreiche ausländische Frauen registrieren, die einen Russen geheiratet hatten und sich als trinkfeste Gattinnen erweisen wollten. Das Üben mit dem russischen Nationalgetränk verschaffte ihnen überraschenderweise einen Gewichtszuwachs, der beträchtlich war. Es war nicht etwa die vorher verzehrte „Unterlage“, die zu kalorienreich ausgefallen war. Ursache des Übergewichts war in allen Fällen eindeutig der Wodka. Wie kann das sein: keine Kohlenhydrate, aber trotzdem ein Dickmacher?! Das liegt dann an den Kalorien, und Kalorien stammen eben nicht nur aus Zucker und anderen Kohlenhydrate – Quellen. Sie können auch aus reinem Alkohol stammen.

Abnehmen: Fehlanzeige.

Entgiftungsprozesse gehen immer vor

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Alkohol nach der Aufnahme vom Organismus mit hoher Priorität verarbeitet wird. Er wird zum Teil als Energiequelle genutzt und verbrannt. Bei der weiteren Verarbeitung jedoch wird die Fettverbrennung vorübergehend ausgeschaltet. Die gesamte Konzentration des Organismus ist somit auf die Entgiftung des Körpers ausgerichtet.

Kohlenhydrate und eiweißhaltige Lebensmittel, die man zuvor aufgenommen hat, werden in dieser Zeit auch nicht im sonst üblichen Maß verarbeitet. Sie müssen vorerst irgendwo zwischengespeichert werden. Wie Ihr sicherlich richtig vermutet habt, geschieht dies in Form von Fettpolstern. Dieses Verarbeitungsschema des Organismus kann man aber auch zu seinem Vorteil nutzen.

Wenn man während einer Diät nicht gänzlich auf Alkoholika verzichten möchte, verzehrt man am besten viel Eiweiß, spart sich Kohlenhydrate – Bomben und nimmt möglichst wenig Fetthaltiges auf. Die Frage ist allerdings, ob man während einer Diät entstehende Hungergefühle und gelegentliche Miesepeter-Launen unbedingt durch harte Alkoholika unterdrücken sollte…

Der Organismus hat während einer Diät bereits genug mit der Verwaltung toxischer Lasten und dem Abbau von eingelagerten Fettreserven zu kämpfen.

Ein Schnäpschen in Ehren?

In einem 2 cl Glas vierzigprozentiger Wodka, Gin oder Tequila sind zwar keinerlei Kohlenhydrate enthalten – aber dafür 44 Kilokalorien auf die geschätzten 6,3 Gramm Schnaps pro Glas. Der interessante Punkt ist, dass der Organismus Alkoholisches nirgendwo zwischenlagern kann. Er muss die Alkoholmoleküle schnellstmöglich zu Acetat umbauen und ausscheiden. Acetat ist nämlich toxisch.

Woher kommen nun eigentlich die Kalorien? Sie stammen aus dem reinen Alkohol. Ein einziges Gramm reiner Wodka schlägt bereits mit beachtlichen 7,1 Kilokalorien zu Buche. Etwa zwanzig Prozent davon verbrennt der Organismus als Energie. Der Rest muss zügig abgebaut bzw. verstoffwechselt werden. In der Stunde verbrennt ein Mensch durchschnittlich 0,1 bis maximal 0,15 Gramm Alkohol je Kilogramm Körpergewicht. Da der Fettabbau und die Verwertung der Kohlenhydrate gebremst bzw. gestoppt sind, solange Leber und Niere mit dem Abtransport der Wodka-Shots befasst sind, nimmt man nicht ab, sondern zu. Wer dachte, er könne sich während einer Diät ab und zu ein Gläschen genehmigen, hat sich getäuscht.

Möchte man trotzdem abnehmen, muss man die Kalorien, die man bei der anstehenden Geburtstagsfeier in Form mehrerer Schnäpse aufnehmen wird, also vorher irgendwie einsparen. Natürlich kann man auch nach dem Genuss einiger „geistiger Getränke“ noch Kalorien einsparen. Man tut in beiden Fällen gut daran, nur leicht Verdauliches mit geringem Kaloriengehalt und geringem Fettanteil zu sich zu nehmen.

Die erfolgreiche Diät umschifft Alkoholisches

Prinzipiell ist es besser, während einer Diät überhaupt keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Man entlastet so Leber und Nieren statt ihnen zusätzliche Belastungen aufzubürden. Könnt Ihr es aber gar nicht lassen, haltet Ihr Euch am besten an folgende ‚Diät-Regeln‘:

  1. Reduziert die Fettaufnahme am Tag auf maximal 0,3 Gramm Fett je Kilo Gewicht. Alles, was darüber liegt, wird der Organismus notgedrungen als Fettpolster zwischen speichern und dann nicht so leicht wieder loslassen.
  2. Reduziert aus dem gleichen Grund auch die Aufnahme von Kohlenhydraten auf maximal 1,5 Gramm je Kilogramm Körpergewicht. Gemüse sättigt am besten, enthält viele Ballaststoffe und ist leicht verdaulich. Dadurch könnt ihr leichter abnehmen. (Link zur Kohlenhydrate Tabelle Gemüse >>>)
  3. Nur die Eiweißaufnahme braucht nicht limitiert zu werden. Magere Fleischsorten wie Hähnchenbrust oder Putensteak grillt oder dünstet Ihr, um die blockierte Fettverwertung nicht mit zusätzlichen Fettkalorien zu belasten.
  4. Die Getränkeauswahl sollte während einer Diät bei trockenen Weinen und reinen Schnäpsen bleiben. Sie bieten wenigstens keine überflüssigen Kalorien durch den zusätzlichen Kohlenhydrat – Gehalt. Gemixt wird nur mit Light-Cola und kalorienreduzierten Diätbrausen, wenn überhaupt (schließlich sollten wir ‚Zuckerjunkies‘ auch den Zuckerkonsum so weit wie möglich einschränken).

Was der Organismus jetzt als Fettpolster zwischenlagern kann, solange er mit der Alkoholausscheidung befasst ist, könnt Ihr vernachlässigen. Ob Ihr Euch allerdings mit so viel Rechnerei befassen möchtet, ist eine Überlegung wert.

Welche Erfahrung habt Ihr mit Wodka, Tequila & Co. in puncto Abnehmen? Hinterlasst gerne einen Kommentar in der dafür vorgesehenen Kommentarfunktion unterhalb dieses Artikels.

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Foto basierend auf basykes