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Kalter Truthahn (oder kalte Türkei?)

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kalter Truthahn | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Wer abnehmen will, muss mehr oder weniger auf das verzichten, was schnell dick macht. Ist der Entzug von heute auf morgen besser, oder doch eher der langsame?

Cold Turkey (turkey = Truthahn/Truthenne oder auch Türkei) heißt es im Englischen, wenn eine von abhängig machenden Substanzen abhängige Person von heute auf morgen keine dieser Substanzen mehr nimmt. In der Regel geht das mit entsprechenden Entzugserscheinungen einher.

Normalerweise denkt man hier vor allem an Alkohol, Tabak oder Drogen. Aber es ist bekannt, dass auch viele unserer modernen Nahrungsmittel abhängig machen können. Es steht die Behauptung im Raum, die Lebensmittelindustrie entwerfe ihre Produkte absichtlich so, dass wir immer weiter danach verlangen. Wer schon mal eine Tüte Chips auf einen Schlag gegessen hat (und wer hat das nicht?), der weiß, wovon ich spreche.

Warum jemand letztlich einem gewissen Nahrungsmittel (bzw. besser: den darin enthaltenden, potentiell süchtig machenden Stoffen) verfällt, ist nicht eindeutig zu sagen. Vermutlich spielt bei dem einen Menschen mehr die Veranlagung eine Rolle, bei dem anderen die Lebenssituation, die einen anfälliger macht für Aspekte, die einem angeblich Trost oder Freude spenden (wie Zucker, was aber ein Mythos sein kann). Das soll aber auch nicht Aufgabe dieses Beitrags sein, zumal ich auch keinen entsprechenden Hintergrund in diesem Bereich habe, um verlässliche Aussagen treffen zu können.

Viel mehr geht es mir um die Frage, ob es besser ist, einen sogenannten kalten Entzug zu vollziehen, oder sich doch lieber Schritt für Schritt den Verzehr der dick und vielleicht gar krank machenden Nahrungsmittel abzugewöhnen.

Leider habe ich keine generelle Antwort darauf. Denn während bei der einen Person der kalte Entzug besser funktioniert, schafft es eine andere Person eher mit dem schrittweisen Vorgehen.

Wichtig ist aber, dass man sich dieser Frage stellt. Denn es muss letztlich entweder die eine oder andere Variante sein, damit die ersehnte positive Veränderung eintreten kann.


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[Kleiner Exkurs: Es ist freilich zum Glück so, dass eine nachhaltige Ernährung (ich nenne das MehrNährung) keinen absoluten Verzicht vorgibt. Denn das führt in der Regel eher dazu, dass man diese Ernährung nicht wirklich lange durchhält. Das ist einer der Gründe, warum ich in meinem Ratgeber Kopf schlägt Bauch einen sogenannten Tag X eingefügt habe: das ist ein Tag in der Woche, an dem man sich bedenkenlos (und wissenschaftlich gestützt) an den Nahrungsmitteln gütlich tun kann, die einem zwar generell gesehen nicht beim Abnehmen helfen, die aber nun mal schmecken. Wenn man es auf diesen einen Tag pro Woche beschränkt, kann das tatsächlich dazu beitragen, beim Abnehmen zu helfen (Stichwort: Leptin). Ende des Exkurses]

Egal, ob Du nun den kalten Truthahn wählst oder die Babyschritte:

Fasse die Entscheidung, von der Du weißt, dass sie die richtige ist, oder von der Dir Dein Bauchgefühl sagt, dass es die bessere sein könnte. Und dann zieh es durch.

Festzustellen, dass es nicht geht, ist immer noch besser, als es nie zu versuchen. Wenn die eine Variante partout nicht möglich ist, dann wechsle zur anderen. Es ist weder eine Schande noch eine Niederlage. Im Gegenteil.

Wechsle das Vorgehen aber nicht sofort, wenn es schwer wird. Gib Dir stattdessen das Gefühl, dass Du Dich durchbeißt. Hier hilft es, ein gutes Motiv zu haben, also zu wissen, warum Dir das wichtig ist und warum Du es unbedingt erreichen willst. (Das ist mit ein Grund, warum ich in meinem Ratgeber Kopf schlägt Bauch auch ein Kapitel mit dem Titel Kopfsache eingefügt habe.)

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