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Health Style: kenne Dich selbst, ändere Dein Leben (Teil 3/5)

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Health Style: mehr als nur Essen, Fitness & Co.

Der Begriff „Health Style“ hat im Deutsch sprachigen Raum noch nicht wirklich Einzug gehalten. Dies ist Teil 3 einer 5-teiligen Artikelserie, wie man seine Lebensqualität verbessern kann.

Teil 1+2 verpasst? Hier geht es zu Health Style, Teil 1 >>>

Health Style: zuerst Probleme identifizieren

Wer seine Lebensweise dauerhaft gesünder und glücklicher gestalten will, ist nun bei der nächsten Herausforderung des Health Style-Konzeptes angekommen: die genauen Probleme zu identifizieren, für die dann im nächsten Schritt Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden sollen.

Im 2. Health Style Artikel dieser Serie wurde gezeigt, dass beides seine Tücken besitzt. Bei den Problemen muss darauf geachtet werden, dass ein eigener Wunsch nach Veränderung besteht und sich niemand zu Anpassungen genötigt sieht, weil ein Verhalten gesellschaftlich erwartet oder ein anderes kritisiert wird. Bei der Entwicklung der Lösungsmöglichkeiten muss berücksichtigt werden, dass diese sich in den eigenen Alltag integrieren lassen müssen, durchführbar sein sollten und keine Belastung darstellen, denn sonst ist auch hier das raffinierteste Konzept langfristig zum Scheitern verurteilt.

Nun wollen uns viele gesellschaftliche Konzepte weiß machen, was gesund ist und wie wir unser Leben idealerweise leben sollten. Nicht immer sind solche Ziele jedoch für einzelne Personen realistisch, geeignet oder überhaupt zutreffend.

Ein Beispiel: Die täglich benötigte Menge an Flüssigkeit wird zwar allgemeingültig mit zwei bis drei Litern angegeben, lässt jedoch die spezielle Beschaffenheit einzelner Menschen außer Acht. Im Fitnessbereich wird hier genauer formuliert: 1 Liter Flüssigkeit pro 20 kg Körpergewicht ist hier die Faustregel, die zumindest die Körpergröße und das Gewicht einer Person berücksichtigt. Wer nun aber Ausdauersport betreibt, sich an besonders heißen Tagen im Freien befindet, einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgeht oder aufgrund persönlicher Umstände einen erhöhten Wasserbedarf hat, muss diese allgemeingültigen Regeln auf seine speziellen Bedürfnisse hin anpassen. In manchen Fällen ist dies leicht und ein Jogger wird schnell einsehen, dass er nach einer Ausdauereinheit einen halben Liter Wasser zusätzlich zu seinem täglichen Bedarf trinken kann. Wie kann also das persönliche Bedürfnis ermittelt werden?

Das persönliche Bedürfnis ermitteln

Wer sich um seinen Wasserhaushalt sorgt, der beschäftigt sich vielleicht mit den Nebenwirkungen der Dehydration, wie zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schlafproblemen. Vielleicht ist der Wassermangel auch nicht akut, aber eine Person möchte gerne mehr trinken, um ihrem Körper und ihrer Haut etwas Gutes zu tun. Die Frage, welchen positiven Effekt die Veränderung für die Person hier hätte, muss zunächst beantwortet werden, um dann festzustellen, wie dringend das Problem ist und wie leicht es umgesetzt werden kann. Wer das Trinken bei der Arbeit schlichtweg vergisst, ist mit ein paar Haftnotizen und einer gefüllten Wasserflasche in greifbarer Nähe gut beraten. Wer sich schwer tut, pures Wasser zu trinken, könnte mit einem leckeren Tee Abhilfe schaffen. Hier muss ganz nach persönlichem Geschmack gewählt werden, damit die Veränderung nicht als Belastung empfunden wird. Vielmehr wird hier ein als positiv empfundenes Verhalten entwickelt, welches zum „habit building“ (Schaffen von Gewohnheiten) beiträgt und langfristig dann eine selbstverständliche Verhaltensweise wird, über die gar nicht mehr nachgedacht werden muss.

Jeder Mensch kennt sich selbst ganz gut und weiß, was ihn an seinem Körper, seiner berufliche Situation oder seinem Alltag stört. Vielleicht gibt es auch keine gravierenden Probleme, aber das besondere Glücksgefühl bleibt aus. Hier gibt es zwei Herangehensweisen bei der Bestimmung eines Problems, das in Angriff genommen werden soll: die Auswahl nach Prioritäten oder nach Durchführbarkeit.

Priorität oder Durchführbarkeit

Bei der Auswahl nach Prioritäten muss sich ein Mensch die Frage stellen: „Wenn ich nur eine einzige Sache in meinem Leben verbessern könnte, was wäre das?“ Hier wird plötzlich deutlich, ob das Idealgewicht wirklich vor dem Wunsch nach einem Partner steht. Jeder Mensch muss hier selbst entscheiden, welche Veränderung er als die Wichtigste empfindet und kann dann seine Energie darauf verwenden, sie zu erreichen. Hier ist der Schlüssel die besonders hohe Motivation, die mit einem als persönlich wichtig empfundenen Ziels sehr eng verknüpft ist und das Entwickeln einer neuen Gewohnheit erleichtert.

Bei der Durchführbarkeit ist es genau andersherum: Kleine Ziele werden identifiziert, deren Erreichen keine große Belastung darstellt, jedoch zu einer spürbaren Verbesserung führt. Hierdurch erlebt die einzelne Person permanente Erfolgserlebnisse und das Gehirn lernt: Kleine Veränderungen belasten nicht, machen jedoch glücklich – ein wichtiger Schritt auf dem Weg, neue und gesunde Gewohnheiten zu bilden.

Habt ihr auch ein paar Dinge in eurem Leben identifiziert, die ihr verbessern möchtet und Lust bekommen, einen Schritt näher an einen maßgeschneiderten Health Style zu kommen? Dann seid beim 4. Teil dabei, wenn wir genauer betrachten, wie eine Lösungsmöglichkeit für ein identifiziertes Problem entwickelt wird und probiert es einfach selbst aus!

Hier geht es zum 4. Teil der Health Style Artikelserie>>>

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Foto von StoryTravelers