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Ernährung oder Genuss? Zwei Grundregeln für eine gesunde Ernährung

 

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Ernährung ist Genuß

In diesem Gastartikel erläutert Dr. med. Ruth Krauss von Hekramed ihre 2 Grundregeln für eine gute und gesunde Ernährung.

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Lesezeit: ca. 6 min

Ernährung: existenziell und lustbetont

In der unserer Gesellschaft nimmt die Beschäftigung mit dem Thema „Essen“ oft viel Zeit in Anspruch, obwohl bezüglich der Versorgung mit Nahrung keine Not besteht. Die Möglichkeit, immer exaktere Informationen zu erhalten, erhöht das Wissen über das tägliche Essen erheblich. Zu vernünftigerem Verhalten führt es meistens nicht.

Der deutsche Sprachgebrauch enthält in Bezug auf das Essen zahlreiche Redewendungen, die dem religiösen bzw. spirituellen Bereich entnommen sind. So ist beispielsweise der Geschmack einer besonders gelungenen Speise „eine Offenbarung“, während man bei einem besonders opulenten Mahl schnell einmal „gesündigt“ hat. Allein die Wahl dieser Begriffe zeigt, dass auch die Bedeutung des täglichen Essens in dem Bereich der existenziellen Lebensfragen anzusiedeln ist.

In der Auseinandersetzung mit dem Thema Essen steht häufig die Frage „Was kann – und was darf ich essen?“ im Mittelpunkt. Fragen nach den wirklichen Wünschen und Bedürfnissen werden viel seltener gestellt. Das ist problematisch, da Essen eigentlich eine von Grund auf lustbetonte Angelegenheit ist.

Esslust ist gut!

Der Umgang mit Esslust in einer sehr auf Kontrolle bedachten Gesellschaft ist schwierig. Die Erfahrung zeigt aber, das Kontrollieren, Ignorieren und Unterdrücken der Lust zumeist zu Hungergefühl, Essattacken und in der Folge zu Diäten führt. Glücklich macht dieses Vorgehen jedenfalls nicht.

2 Grundregeln für eine gute und gesunde Ernährung

Auf der Suche nach der gesunden Ernährung sollten die Fragen „Was tut mir gut?“, „Was bin ich mir wert?“ und „Wie kann ich genießen?“ im Mittelpunkt stehen. Für die tägliche Praxis gibt es eigentlich nur 2 Grundregeln:

  • Schulen Sie ihre Wahrnehmung: Was ihnen gut tut – und was nicht.
  • Verlassen Sie sich auf sich selbst.

Wenn Sie feststellen, das ihnen bestimmte Speisen nicht gut tun, weil Sie danach träge und nicht leistungsfähig sind und vielleicht zudem noch Sodbrennen haben, dann fragen Sie sich einmal, ob sie dauerhaft so mit sich umgehen wollen. Sind Sie sich das wert? Suchen Sie nach Alternativen!

Wenn Sie sich einmal wieder mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen wollen versuchen Sie es doch einmal auf eine andere Art: Erkunden sie die Wirkung, die Lebensmittel auf sie haben. Was macht den Kopf klar, was macht müde und träge? Was gibt Energie? Was macht gute Stimmung und was macht schlechte Laune? Was verhindert guten Schlaf? Was verschafft ihnen Genuss beim Essen und was essen sie eigentlich nur weil es gerade in Reichweite ist?

Gute Ernährung, schlechte Ernährung

Welches Essen für Sie gut und geeignet ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Die eine oder andere Erfahrung haben Sie aber vielleicht auch schon einmal gemacht:

  • Besonders fettreiche Speisen wie z. B. die typisch schwäbischen Käsespätzle mit in Butter gerösteten Zwiebeln liegen oft einige Stunden schwer im Magen und können zu erheblichem Sodbrennen führen.
  • Üppige Mittagsmahlzeiten mit Fleisch, Sauce, reichlich Sättigungsbeilagen (Nudeln oder Kartoffeln) und einem anschließenden Nachtisch erfordern vom Körper viel „Verdauungsarbeit“. Die dafür verbrauchte Energie steht Ihnen für nichts anderes mehr zur Verfügung.
  • Zu geringe Trinkmengen können Kopfschmerzen und – in der Folge – Konzentrationsprobleme verursachen.
  • Leichte fettarme und eiweißreiche Speisen wie Früchtequark, mageres Fleisch mit Gemüse oder Pellkartoffeln mit Kräuterquark geben dem Körper ausreichend Energie und können gut verdaut werden. Ein Leistungsknick nach dem Essen ist nicht zu erwarten.
  • Ballaststoffreiche Speisen, z.B. frische Beeren, Gemüse und Vollkornprodukte  führen zu einer regelmäßigen Verdauung, die den Magen entlastet.

Fazit


Schulen Sie ihren Appetit: Nicht alles was schmeckt tut auch gut und vieles was ihnen gut tun könnte kennen sie vielleicht gar nicht. Probieren Sie es aus!

Welche Lebensmittel würden Sie selber als ‚gut’ oder ‚schlecht’ anfügen, weil Sie eine gute oder eher schlechte Wirkung auf Ihr generelles Wohlbefinden haben? Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar in der Kommentarbox unten nach dem Artikel, gerne auch für Fragen an Dr. med. Ruth Krauss!

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ruth krauss-kohlenhydrate tabelleDr. med. Ruth Krauss, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungsmedizinerin DAEM/DGEM ist als Ärztin für die Hekramed UG (haftungsbeschränkt) tätig. Unser Ziel ist es, Organisationen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu unterstützen, gesundheitsorientiertes Verhalten nachhaltig im beruflichen Alltag umzusetzen. Informationen finden Sie unter www.hekramed.de

  • massimo 30. Juli 2012, 16:22

    hallo
    ich konnte es am letzten wochenende wieder beobachten oder fühlen. mit der familie ging es am letzten wochenende in das wellnesshotel in die berge. morgens reichhaltiges buffet mit pancakes, waffeln, croisant und vieles mehr und abends feines aus der italienischen küche. am samstag war ich nach dem reichhaltigen frühstück down und hatte eigentlich am mittag wieder hunger, das gleiche auch abends, die pizza hatte mich überfordert und morgens um 0800 uhr hatte ich wieder hunger. das passiert mir nie wenn ich mich nach paleo ernähre. morgens meistens zwei rühreier mit heidelbeeren und mittags gemüse mit fleisch.

    • Kohlenhydrate Tabelle 30. Juli 2012, 17:16

      Hallo Massimo

      Und dann nennt sich so etwas ‚Wellness‘-Urlaub.. :D Es ist in der Tat erstaunlich, wie schnell man nach den ‚Versuchungen‘ wieder Hunger bekommt und dann wieder zum weiterem Essen greift. Gleiches passiert ja auch, wenn man Weißbrot ist.