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Ernährungs- und Diät„fehler“

Keine Angst vor Experimenten  | Kohlenhydrate-Tabellen.com

Wir wissen, dass wir etwas machen sollten, tun es aber nicht – aus Angst vor Fehlern und (Selbst-) Kritik. Auch bei der Ernährung kommt das zu tragen.

Auch wenn ich kein Freund von typischen Diäten, sondern von einer ausgewogenen, nachhaltigen Ernährung bin (sprich: MehrNährung), so können auch typische Diäten aus meiner Sicht einen Vorteil bringen.

Typische (0815-) Diäten werden eher nicht aus Sicht der Ernährung vorteilhaft sein. Zu zahlreich sind die Diäten und die entsprechenden Geschichten derjenigen, bei denen die Diät zwar für ein paar Wochen geholfen hat, bei denen aber nach zwei, drei Monaten die Kilos wieder auf den Hüften waren. Das liegt in der Regel daran, dass man diese Diäten weder mittel- oder gar langfristig durchhalten kann bzw. mag. Also geht man wieder zur alten, dick machenden Ernährung über. Diese macht zwar dick, aber man leidet letztlich weniger. Es ist die klassische Entscheidung zwischen Pest oder Kolera… 

Wie können diese Diäten aber dennoch sinnvoll sein?

Wer schon viele Diäten gemacht hat, hat auf jeden Fall eines gezeigt: Experimentierfreudigkeit.

Experimentierfreudigkeit heißt bei dem einen oder anderen auch, dass diese Person keine Angst vor Fehlern oder Rückschlägen hat. Oder zumindest ist die Hoffnung auf eine Verbesserung der Gesamtsituation größer als die Angst vor der Enttäuschung.

Das ist eine sehr wertvolle Einstellung!!

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Denn ich bin mir sicher, dass jeder, der eine Diät gemacht hat, irgendetwas für sich daraus gelernt hat – entweder über Ernährung, oder über sich selbst. Oder beides. Also was funktioniert und was nicht. So kann man sich Schritt für Schritt eine Ernährung zusammensetzen, die auf einen zugeschnitten ist.

Um das Experimentieren kommt man letztlich nicht herum, wenn man die für sich geeignete Ernährung sucht – also eine, die dem Körper das bietet, was er in der aktuellen Lebensphase braucht (aktiv oder inaktiv, jung oder zweiter Frühling, gesund oder krank, usw.)

Leider werden wir spätestens in der Schulzeit vom Experimentieren abgebracht. Denn dort heißt es: „Mache keine Fehler und weiche nicht vom vorgegebenen Weg ab, denn das bringt Dir nur Kritik und eine schlechte Bewertung ein“. Ich glaube, dass uns unsere Erziehung sowohl im Schulwesen als auch in der Familie diesbezüglich einen sehr großen Bärendienst erweist. (Genauso wie die Aussage: „Iss Deinen Teller leer“)

Letzten Endes bleibt uns also nur eines übrig: Die Angst vor Rückschlägen Schritt für Schritt abzubauen. Das geht selten nicht von heute auf morgen, aber das ist auch nicht notwendig.

Frage Dich: Was kann ich heute machen, um meine Angst vor Rückschlägen abzubauen? Und wenn es nur ein klitzekleiner Schritt ist. 

Mache kleine Schritte dieser Art so oft es geht. Diese kleinen Schritte machen in der Summe einen großen Unterschied. Heute ist es nur 1 Schritt. In einem Jahr sind es ausreichend viele Schritte, um einen Großteil der Angst abgelegt zu haben und Dich ohne Unbehagen an kleinere (oder größere) Experimente heranwagen zu können, von denen Du weißt, dass Du sie machen musst und dass ein Rückschlag eine Art Erfolg ist, weil Du etwas daraus gelernt hast.